Die Ausgangslage
Rendite-Vergleich: Historische Zahlen
Immobilien (Deutschland): ~2-4% Wertsteigerung pro Jahr (stark abhängig von Lage). Dazu kommt eingesparte Miete als "Rendite". Aber: Kaufnebenkosten (10-15% des Kaufpreises), Instandhaltung (1-2% des Immobilienwerts jährlich) und Finanzierungskosten (Zinsen) schmälern die Nettorendite erheblich.
Auf reine Rendite betrachtet hat der ETF-Sparplan historisch die Nase vorn. Aber: Die Immobilie bietet einen einzigartigen Vorteil – den Hebeleffekt durch Fremdkapital.
Der Hebel-Effekt der Immobilie
Flexibilität & Risiko
✅ Jederzeit verkaufbar (hohe Liquidität)
✅ Sparrate flexibel anpassbar (25 € bis unbegrenzt)
✅ Weltweit diversifiziert (1.500+ Unternehmen)
❌ Kursschwankungen können verunsichern
❌ Erfordert Disziplin, nicht bei Crash zu verkaufen
Immobilie:
✅ "Zwangssparen" durch Kreditrate (psychologischer Vorteil)
✅ Inflationsschutz durch Sachwert
✅ Mietfreies Wohnen im Alter
❌ Klumpenrisiko (Lage, Zustand, Nachbarschaft)
❌ Hohe Transaktionskosten beim Kauf und Verkauf
❌ Nicht flexibel (Ort, Kapitalbindung)
Rechenbeispiel über 25 Jahre
ETF-Sparplan (7% p.a.):
Eingezahlt: 360.000 € → Endvermögen: ca. 960.000 €
Immobilie (300.000 €, 60.000 € EK, 2,5% Zins, 2% Tilgung, 2% Wertsteigerung):
Kreditrate: ~1.200 €/Monat → Restschuld nach 25 Jahren: ca. 110.000 €
Immobilienwert nach 25 Jahren (~2% p.a.): ca. 490.000 €
Eigenkapital in der Immobilie: ~380.000 €
In diesem Beispiel liegt der ETF-Sparplan deutlich vorn – allerdings wohnt der Immobilienbesitzer ab Tilgungs-Ende mietfrei, was langfristig aufholt. Die optimale Lösung ist oft: Beides kombinieren.
Unsere Empfehlung
Für Sicherheitsgefühl und Wohneigentum: Immobilie, wenn du weißt, wo du langfristig leben willst, genug Eigenkapital hast und die Disziplin fürs "Zwangssparen" brauchst.
Ideal: Kombiniere beides – eine selbstgenutzte Immobilie mit einem parallelen ETF-Sparplan für den Rest. Nutze den Nettopilot Immobilien-Simulator, um beide Szenarien für deine persönliche Situation durchzurechnen.