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Wie die Auszahlungsphase beim Altersvorsorgedepot gedacht ist

Viele denken beim Altersvorsorgedepot zuerst an die Förderung. Der größere Denkfehler passiert aber oft erst im Ruhestand: Entscheidend ist nicht nur, wie viel du ansparst, sondern wie das Geld später entnommen und besteuert wird.

Warum die Auszahlungsphase so wichtig ist

Ein hoher Depotstand allein sagt noch wenig darüber aus, was später tatsächlich bei dir ankommt. Beim Altersvorsorgedepot zählt deshalb nicht nur das Endkapital, sondern die Frage, wie daraus im Ruhestand Netto-Vermögen oder laufende Entnahmen werden.

4-%-Entnahme ist eine Näherung, keine Pflicht

Viele Rechner arbeiten mit einer 4-%-Entnahme, weil sie einen gut verständlichen Vergleichsmaßstab liefert. Das bedeutet aber nicht, dass das Gesetz genau diese Entnahmeregel vorschreibt. Es ist vor allem ein Modell, um spätere Monatsbeträge greifbar zu machen.

Komplettentnahme und laufende Entnahme sind steuerlich nicht dasselbe

Genau hier passieren viele Missverständnisse. Wenn Kapital über Jahre entnommen wird, verteilt sich die steuerliche Wirkung anders, als wenn man das Depot in einem Schritt auflöst. Gute Rechner sollten diese beiden Sichtweisen deshalb nicht vermischen.

Der faire Vergleich ist immer netto

Für die Praxis heißt das: Ein fairer Vergleich zwischen AV-Depot und ETF-Sparplan muss die spätere Steuerwirkung mitdenken. Sonst sieht das Vorsorgeprodukt entweder zu gut oder zu schlecht aus. Deshalb lohnt sich ein Blick auf Netto-Vermögen und Netto-Entnahmen fast immer mehr als auf den bloßen Depotwert.
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Häufige Fragen

Muss ich später 4 % pro Jahr entnehmen?

Nein. Das ist nur eine häufig genutzte Modellannahme für Vergleichsrechnungen.

Ist eine Komplettentnahme realistisch?

Für viele Menschen eher nicht. Sie ist trotzdem als Vergleich nützlich, weil sie zeigt, wie stark sich eine andere Entnahmelogik steuerlich auswirken kann.

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